Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2012

 

0. Vorwort

 

0.1.ANLASS FÜR DIE TÄTIGKEIT

Die gemeinnützige Vereinigung „Aktion zur Bekämpfung von Malaria“ (Action de Lutte contre la Malaria) A.LU.MA – Burundi, im Jahre 2001 gegründet und durch Minister – Erlaß Nr. 530/001 vom 02.01.2002 bestätigt, ist ihrem Auftrag weiterhin gerecht geworden, zur Verbesserung der Lebensbedingungen durch die Bekämpfung von Sumpffieber beizutragen, Sumpffieber, das die Haupt-Ursache für Siechtum und Sterblichkeit in Afrika ist.

 

In Burundi sowie in anderen Ländern Afrikas südlich der Sahara ist Sumpffieber unverändert Hauptursache für Siechtum und Sterblichkeit; die am meisten betroffenen Bevölkerungs-gruppen sind Kinder unter 5 Jahren sowie schwangere Frauen.

 

Das Vorgehen von A.LU.MA- Burundi entspricht genau den beiden im Staatlichen Bericht zum Kampf gegen Sumpffieber anerkannten Behandlungs-Methoden, nämlich die Vorbeu –gung sowie die fachgerechte ärztliche Übernahme der jeweiligen Fälle.

 

Im Jahre 2011 hat das Anti-Malaria-Zentrum des Hl. Franziskus von Assisi weiterhin Aufklärung zum Vorteil für seine Patienten betrieben mit Hilfe der im Jahre 2009 ent-wickelten Informations-Mittel, nämlich durch Chansons, Werbe-Sports und Sketche zum Thema „Bekämpfung von Sumpffieber“, die alle Tage im Zentrum aufgeführt werden.

 

Eine Aufklärungs-Kampagne wurde betrieben in den 5 Gemeinden der Provinz CANKUZO, nämlich in die Gemeinden Cankuzo, Cendajuru, Gisagara, Kigamba und Mishiha; möglich war dies nur dank der Päpstlichen Stiftung und der Pharmazeutischen Gesellschaft SANOFI.

Im Vergleich zu den Vorjahren wurden im Jahr 2012 spürbar weniger Patienten im Zentrum behandelt, dies u.a. infolge des Rückgangs von Infektionen.

 

0.2 DANK AN UNSERE PARTNER

Mit Blick auf das oben Gesagte möchten wir unseren aufrichtigen Dank aussprechen an :

  •  den Vorsitzenden der Päpstlichen Stiftung, den Kardinal Donald W. Wuerl (222 North Seventeenth Street, PHILADELPHIA, PA 1910, USA), der mit seinen Zu –wendungen die Fortzahlung der Gehälter des Personals gewährleistet hat und zwar seit der Gründung des Anti-Malaria-Zentrums des Heiligen Franziskus von Assisi im April 2004.

 

Ohne diese für den Fortbestand des Zentrums so wesentlichen Zuwendungen der Päpstlichen Stiftung hätte das Zentrum seine Pforten schon längst schließen müssen.

 

Bis heute übernimmt ausschließlich die Päpstliche Stiftung die Gehälter des Personals. Ihr ist es auch zu verdanken, daß A.LU.MA – Burundi anläßlich der Festlichkeiten zu ihrem 10-jährigen Bestehen am 02.01.2912 Maler – und Anstreicher-Arbeiten sowie eine Aufklärungs-Kampagne in 5 Gemeinden der Provinz CANKUZO im Osten des Landes mit vielen Krankheitsfällen durchführen lassen konnte.

 

Dem Himmel sei gedankt, daß der Hl. Vater so zur Rettung menschlichen Lebens, insbesondere von Menschen und Familien mit geringem Einkommen, sowie zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt. Das Zentrum beschäftigt zur Zeit zwanzig Mitarbeiter.

 

  •  Die Apostolische Nuntiatur in Burundi ist der Ansprechpartner von A.LU.MA – Burundi beim Heiligen Stuhl und bei der Päpstlichen Stiftung. Bei den Festlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen von A.LU.MA-Burundi hat S.E. Mgr Franco Coppola, Apostolischer Nuntius in Burundi, es sich nicht nehmen lassen, den Dank-Gottesdienst zu zelebrieren. Noch einmal sei ihm aufrichtig gedankt für die nach Bedarf großzügige Unterstützung unserer Vereinigung durch die Nuntiatur.
  •  Die Botschaft von Frankreich in Burundi, die durch ihre beachtliche Finanzierung einer soliden Infrastruktur im Zentrum bessere Aufnahmebedingungen für die Patienten geschaffen hat durch den Einsatz von Sicht-Geräten, Mixern, Speicher-Geräten. Hierfür sei S.E. Herrn Botschafter Jean Lamy herzlich gedankt, der mit uns berechtigt stolz ist auf die Infrastruktur des Zentrums.

 

  •  Die Leitung der britischen Gesellschaft SURVIVE – MIVA, mit deren geschätzter Zuwendung A.LU.MA – Burundi ein für das Zentrum höchst nützliches Fahrzeug anschaffen konnte, das den Patienten den Besuch des Zentrums sehr erleichtert. Vor allem beim TransportSchwer – Erkrankter sowie für Dienstfahrten des Personals kommt dieses Fahrzeug zum Einsatz.
  •  Die General-Direktion der deutschen Einrichtung „Aktion Medeor“, die die Vereinigung A.LU.MA – Burundi seit deren Gründung durch verschiedene Lieferungen von Medikamenten und Ausstattungen unterstützt hat. Darüberhinaus übernimmt dieser erste Partner von A.LU.MA – Burundi die Öffentlichkeitsarbeit für das Zentrum und verwaltet das Medikamenten-Spenden-Konto über Spenden von Privat-Sponsoren. Im Jahre 2012 z.B. hat die Aktion Medeor durch die Erstellung einer Mail über A.LU.MA – Burundi und seinen Kampf gegen Sumpffieber aufgeklärt.

 

  •  Den Welt-Fond zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Sumpffieber für seine vielgestaltige Unterstützung in Form von Medikamenten: das Molekül Artesunat/ Amoniak). Diese Partnerschaft kam im Jahre 2009 zustande durch die Unterzeichnung eines Vertrages, kraft dessen das „Programm Sumpffieber“ des Welt-Fonds der Vereinigung A.LU.MA – Burundi ein Fahrzeug der Marke TOYOTA HILUX, Typ Camionette 4 x 4 zur Verfügung gestellt hat. Dieses Fahrzeug war höchst hilfreich bei der Durchführung der Aufklärungs-Kampagne über die Bekämpfung von Malaria in der Cankuzo – Provinz im Osten des Landes.

 

  •  Herrn Claudio TOGNOLA, Direktor des Schweizer Büros für Zusammenarbeit im Burundi, durch dessen Zuwendung das Anti-Malaria-Zentrum des Hl. Franziskus von Assisi mit einer Sonnen-Kollektor-Anlage ausgestattet werden konnte. Diese seit August 2012 betriebene Anlage erweitert die Kapazität des Zentrums und garantiert seine Unabhängigkeit bei der Energie-Versorgung.

 

  •  Den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, S.E. Bruno Brommer, mit dessen Unterstützung das Anti-Malaria-Zentrum des Hl. Franziskus eine sonnenenergie-be-triebene Wasser-Pumpe anschaffen konnte. Im Jahre 2006 hatte die Botschaft von Frankreich, über den Entwicklungs-Sozial-Fond, einen Brunnen bohren lassen und finanziert, die Apostolische Nuntiatur hatte die Anschaffung eines 10.000 Kubikmeter fassenden Tanks bezahlt, während die Interbank-Burundi den Kauf und die Montage einer elektrisch betriebenen Wasser-Pumpe finanziert hatte. Der Betrieb dieses Brunnens verursachte erhebliche Kosten für den Energie-Verbrauch, - Kosten, die sinnvoller anderen Aufgaben des Zentrums, wie z.B. der Versorgung von Erkrankten, zugeflossen wären. Diese jetzt sonnen-energie betriebene und von der deutschen Botschaft finanzierte Anlage hat die Leistungsfähigkeit des Tanks bei der Wasser-Versorgung der verschiedenen Abteilungen des Zentrums, vor allem der Toiletten, verbessert.
  •  Das Gesundheits-Ministerum, das A.LU.MA – Burundi als Partner in seine Maßnahmen beim Kampf gegen Malaria einbezieht. A.LU.MA – Burundi wirkt auch mit bei allen in das Regierungs-Programm integrierten Maßnahmen zur Bekämpfung von Malaria.
  •  Die „OMS“, die die Tätigkeiten der Vereinigung A.LU.MA – Burundi insofern unterstützt als sie deren Rechts-Vertreter als Vertreter dieser Gesellschaft Bürgerlichen Rechts an den Sitzungen von „International Health Partnership“ (IHP)teilnehmen läßt. Die 4. Sitzung der mit Gesundheits-Fragen befaßten Abteilungen fand statt in Nairobi/Kenya vom 11. – 14. Dezember 2012; anwesend waren mehr als 200 Teilnehmer aus verschiedenen IHP- Mitglieder-Ländern.

 

  •  Die Pharmazeutische Gesellschaft SANOFI, mit deren finanzieller Unterstützung im Dezember 2012 in der Provinz Cankuzo die Vereinigung einen Chansons- Wett-bewerb zum Thema „Kampf gegen Malaria“ veranstalten konnte. Mitgewirkt hat hierbei die Musik-Gruppe Inkona mu mahoro aus der Gemeinde Cendajuru, die schon einmal einen ersten Preis gewonnen hatte. Unser Dank gilt den Verantwortlichen dieser Gesellschaft, die der Vereinigung weiterhin als Partner erhalten bleiben will.
  •  Die belgische Organisation „Ex-Change“, die einen Senior-Experten, Herrn Dirk

Demeulemeester, für zwei Wochen, nämlich vom 29. Juni bis zum 12. Juli 2011,

ins Zentrum entsandt hat; er hat die Kapazität des Anti-Malaria-Zentrums vom Hl.

Franziskus von Assisi ermittelt und sich für deren Erweiterung ausgesprochen.Am Ende seines Aufenthaltes hat er seine Unterstützung bei der Suche nach Geldgebern zugesagt,die die Leistungen des Zentrums technisch und finanziell verbessern könnten. Im Jahre 2012 konnte er in der Tat Schenkungen bei folg.Einrichtungen locker machen: Verbund der niederländisch-sprachigen Krankenhäuser, Stiftung der „CAP“ in Kortrijk, Kongregation von Knokke-Heist, Krankenhaus von Knokke/Blankenberge, Einrichtung des „Sacré Coeur“ in Kortrijk. Dieser seiner so schätzenswerten Arbeit gilt unser Dank; ebenso den Verantwortlichen all dieser Einrichtungen: ihre Geste der Solidarität wird dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

 

 

  •  Herrn Jiwani Shafiq, Direktor von ALSAFA (Import – Export), der die Vereinigung seit November 2005 unverändert mit Zuwendungen unterschiedlicher Höhe unterstützt.
  •  Frau Nicola MARTIN vom GIZ – Programm, speziell Wasser-Versorgung, die mit ihrer Spende von 200 Euros zur kostenlosen Behandlung von 1083 Kindern unter 5 Jahren beiträgt.
  •  Herrn NDORIMANA Benoît, General-Verwaltungs-Direktor bei der Versicherung SOGEAR, der mit seiner Spende von 1.000.000 Fbu zur kostenlosen Behandlung von 3.300 Kindern unter 5 Jahren beiträgt.
  •  Herrn Mathias KUNTZE, General Direktor bei der Firma SAVONOR, der mit seiner Spende von 1.000.000 Fbu zur kostenlosen Behandlung von 3.300 Kindern unter 5 Jahren beiträgt.
  •  Die Gesellschaft „A Portée de Main“ (APM = „Griffbereit“), die die von „Computer – Aid – International“ (England) gestifteten Computer transportiert hat; damit werden im Jahre 2013 Kaffee-Sortier-Anlagen eingerichtet, die wiederum Arbeitsplätze schaffen.
  •  Frau Annemarie Keicher, bevorzugte Ansprechpartnerin für A.LU.MA-Burundi bei der Pfarre St. Nikolaus und der Gemeinde-Verwaltung von Gundelsheim in Deutschland. Im Jahre 2011 hat sie seitens einer Schule 3.500 $ US (4.340.000 Fbu) bereitstellen können. Mit einem Teil dieses Betrages, nämlich 450.000 Fbu (363 $ US) konnte die Vereinigung in der Gemeinde Kamenge eine gesundheitsfördernde Maßnahme vornehmen und zwar im Rahmen der Festlichkeiten zum Welt-Tag des Kampfes gegen Sumpffieber am 25.04.2011. Mit einem weiteren Teil dieser Zuwendung, nämlich mit 555.000 Fbu (448 $ US) konnten im Zentrum 1.850 Kinder unter 5 Jahren kostenlos behandelt werden. Der Rest-Betrag von 3.335.000 Fbu soll im Jahre 2012 auf die kostenlose Behandlung von 11.116 Kindern unter 5 Jahren entfallen. Mütter sehen dies allzu gerne, und A.LU.MA – Burundi kann die auf Sumpffieber zurückzuführende Sterblichkeits-Rate senken.
  •  Unseren Freunden in Mönchengladbach und Bonn (Deutschland) für ihre moralische Begleitung, insbesondere der Familie Crampen für ihre Übersetzungen unserer Texte ins Deutsche, die unseren Umgang mit unseren deutschen Partnern erleichtern.
  •  Der französischen Freiwilligen – Organisation, die für A.LU-MA – Burundi eine „Freiwillige“, Frau Delphine JAUSEAU, bereitgestellt hat, die zwölf Monate lang „Technische Assistentin“ im Anti-Malaria-Zentrum des Hl. Franziskus von Assisi war, nämlich für die Dauer ihres Vertrages von November 2011 bis Dezember 2012. Ihr danken wir dafür, daß sie bei möglichen Geldgebern die Bereitstellung von Spenden bewirkt hat, durch die z.B. die Kapazitäten des Anti-Malaria-Zentrums erhöht werden konnten: seit August 2012 wird Sonnen-Energie gewonnen aus Mitteln des Schweizer Büros für Kooperation in Burundi.

 

  •  Noch einmal gilt hier unser tief empfundener Dank allen Gönnern und Förderern von A.LU.MA – Burundi. Jede ihrer wie auch immer geartete Zuwendung hilft, Menschenleben zu retten. Man muß wissen, daß eine Behandlung im Zentrum für Erwachsene 400,- Fbu kostet, nicht jedoch für ganz Bedürftige, und für Kinder unter 5 Jahren300,- Fbu.

Der Große Gott, dem nichts verborgen ist, möge Sie alle segnen !

 

1.3 AUF WAS SIND WIR STOLZ?

Erfreulich für uns ist, daß im Vergleich zu Vorjahren die Zahl der an Malaria Erkrankten spürbar gesenkt werden konnte als Auswirkung der vom Gesundheits-Ministerium und seinen Partnern durchgeführten Aufklärungs-Kampagnen, aber auch dank der Massen –Verteilung von Moskito-Netzen in vielen Provinzen des Landes, so auch in Bujumbura, dem Standort des Zentrums.

Jahr

Zahl der Patienten

Erkrankungen in %

2008

19.719

50,3

2009

36.374

54,2

2010

30.079

48,2

2011

21.988

42,7

2012

12.599

43,54

Zu unserer Freude haben einige unserer Partner uns erneut einen finanziellen Zuschuß gewährt, mit dem wir 4.516 Kinder unter 5 Jahren kostenlos im Zentrum behandeln konnten.

Da die Öffentlichkeit über die zwingende Notwendigkeit des Kampfes gegen Sumpffieber aufgeklärt werden muß, konnte unsere Vereinigung eine finanzielle Zuwendung der Pharma-Gesellschaft SANOFI verwenden zur Organisation eines Chansons-Wettbewerbs über Vorbeugung und richtige Behandlung der Erkrankten in der Provinz Cankuzo. Dreißig Sänger-Gruppen haben an diesem Wettbewerb teilgenommen.

Über diese gezielte Aktion hinaus wird im Zentrum weiterhin über die Bekämpfung von Sumpffieber aufgeklärt durch Radio – und Fernseh-Spots sowie durch Chansons, die im Jahre 2009 dank der Zuwendungen aus dem „Malaria-Programm des Welt-Fonds“ entstanden sind. Die auf ihre Untersuchungs-Ergebnisse wartenden Patienten können diese Aufklärungs-Kampagnen verfolgen, und zwar täglich, damit auch neu hinzukommende Patienten informiert sind über die Art der Übertragung von Malaria, über Vorbeugung und Verhalten bei Auftreten klinischer Symptome der Krankheit.

Nicht zu verschweigen ist, daß jeder Tag mit einem Gebet beginnt, um unserem Schöpfer, der uns ja das Leben schenkt, das Leben der Patienten und das Wirken der Mitarbeiter anzuvertrauen.

 

Ein Gebet, das dem hl. Franziskus zugeschrieben wird
Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man hasst; 
dass ich verzeihe, wo man beleidigt; 
dass ich verbinde, wo Streit ist; 
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht; 
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt; 
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; 
dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert; 
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten: 
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; 
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; 
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. 
Denn wer da hingibt, der empfängt; 
wer sich selbst vergisst, der findet; 
wer verzeiht, dem wird verziehen, 
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.

 

Das geht so vor sich, daß ein Mitarbeiter das bekannte Gebet des Hl. Franziskus von Assisi vorträgt: „Herr, mache mich zum Werkzeug Deines Friedens!“ Danach klärt das Personal kurz auf über den Weg der Ansteckung mit Malaria, über Vorbeugung durch die Verwendung von mit Insektiziden getränkten Moskito-Netzen und über Verhalten bei Feststellung der Malaria-Symptome, nämlich durch Aufsuchen von Gesundheits-Einrichtungen und durch genaue Einnahme der Medikamente, wenn die Parasiten mikroskopisch identifiziert sind.

Die Tätigkeit des Zentrums erstreckt sich vorwiegend auf die korrekte Übernahme der Krankheitsfälle. Dies war möglich dank der zahlreichen Zuwendungen, sei es moralische, finanzielle, materielle und technische Unterstützung. Die im Zentrum tätigen Mitarbeiter weisen ein beachtliches Engagement auf, u.a. auch in der Art, wie sie Hilfesuchende behut-sam aufnehmen. Ihnen gilt gebührende Anerkennung!

1.4 AUFGETRETENE EINSCHRÄNKUNGEN

Die Vereinigung verfügt nicht über ausreichend viele Moskito-Netze, während sie deren Verwendung als Mittel zur Vorbeugung anpreist.

Die ständig steigenden Benzin-Preise haben die Ausgaben der Vereinigung so in die Höhe getrieben, daß das Personal im Jahre 2013 nicht wie gewohnt mobil sein kann.

1.5 ZUKUNFTS- PLÄNE

Im Jahre 2013 möchte die Vereinigung A.LU.MA-Burundi eine Kaffee-Sortier-Anlage einrichten, u.a. zur Schaffung von Arbeitsplätzen („Activité Génératrice de Revenus“) und um das Zentrum Schritt um Schritt unabhängig zu machen. Entsprechende Kataloge liegen schon vor; betrieben werden soll die Anlage mit Sonnen-Energie, um nicht länger von in der Haupt-stadt Bujumbura üblichen Stromausfällen abhängig zu sein, damit die Anlage rentabel sein und den Erwartungen möglicher Kunden entsprechen kann.

Im Laufe der kommenden Jahre möchte die Vereinigung A.LU.MA – Burundi vorrangig Aufklärung betreiben durch einen Radio-Sender zum Thema „Anti-Malaria und Umwelt”, das einzig wirksame Verbreitungs-Organ, um das vom Gesundheits-Ministerium des Landes gesteckte Ziel zu erreichen, nämlich „Keine durch Malaria verursachte Sterbefälle im Jahre 2015!“

0.5 SCHLUSSFOLGERUNG

A.LU.MA – Burundi ermutigt seine Partner, auf dem langen noch vor uns liegenden Weg bei der Bekämpfung von Malaria nicht aufzugeben ;denn ungeachtet der zahlreichen schon in Angriff genommenen Maßnahmen bleibt Malaria die Folge von Armut, unter der die meisten der beim Zentrum anklopfenden Patienten leiden. Trotz der andauernden Herausforderung bleibt doch die Hoffnung, daß mit vereinten Kräften eines Tages die schrecklichen Auswirkungen von Malaria gelindert und Energien für eine beständige Aufwärtsentwicklung freigesetzt werden können.

Auch wenn dies bis heute noch nicht erreicht wurde, so strebt A.LU.MA-Burundi dennoch unbeirrt an:

einen Radio-Sender zum Thema „ Gesundheit – Umwelt“, um die Öffentlichkeit über die Bedeutung der Bekämpfung von Sumpffieber als Folge von Armut aufzuklären.

eine Möglichkeit, die Gehälter selbst zu erarbeiten, um allmählich Autonomie zu erreichen.

Der Allmächtige Gott möge alle die Aktionen von internationaler Solidarität und Großzügig-keit segnen, die zur Rettung von Menschenleben beitragen, vor allem des Lebens von Kindern unter 5 Jahren, die die für Malaria anfälligste Personengruppe sind. Seit 2004 wurden im Zentrum schon 215.588 Patienten behandelt.

 

Die detaillierten Aktivitäten in Französisch