Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2010


O. Vorwort

0.1   Anlaß für die Tätigkeit

Die gemeinnützige Vereinigung \"Aktion zur Bekämpfung von Malaria\" (Action de Lutte contre la Malaria) A.LU.MA - Burundi, im Jahre 2001 gegründet und durch Minister Erlaß Nr. 530 / 001 vom 02.02.2001 bestätigt, ist ihrem Auftrag weiterhin gerecht geworden, zur Verbesserung der Lebensbedingungen durch die Bekämpfung von Sumpffieber beizutragen, Sumpffieber, das die Haupt-Ursache für Siechtum und Sterblichkeit in Afrika ist.

In Burundi sowie in anderen Ländern Afrikas südlich der Sahara ist Sumpffieber unverändert Hauptursache für Siechtum und Sterblichkeit; die am meinsten betroffenen Bevölkerungsgruppen sind Kinder unter 5 Jahren sowie schwangere Frauen.

Das Vorgehen von A.LU.MA - Burundi entspricht genau den beiden im Staatlichen Bericht zum Kampf gegen Sumpffieber anerkannten Behandlungs - Methoden, nämlich die Vorbeugung sowie die ärztliche Übernahme der jeweiligen Fälle.

Im Gegensatz zu den Vorgängen im Geschäftsjahr 2009, in dem die Vereinigung vom Welt-Fond zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Sumpffieber eine Zuwendung von 24.293.700 Fbu erhielt, dank derer sie neue Werkstätten mit zusätzlichem Personal einrichten und eine Aufklärungs-Kampagne der Öffentlichkeit über den Kampf gegen Sumpffieber starten konnte, kam die Aufklärung im Jahre 2010 nur den tatsächlichen Patienten des Zentrums zugute insofern, als ihnen Aufklärungs - Materialien aus dem Jahre 2009 zugänglich waren in Form von Chansons, Spots und Sketchen zum Thema \'Kampf gegen Sumpffieber\'. Sie wurden gehört oder gesehen von den 30.079 Patienten des Zentrums, davon 6.745 Kinder unter 5 Jahren.

Die Haupt-Tätigkeit bestand also in der korrekten Behandlung der Krankheitsfälle dank moralischer, finanzieller, materieller und technischer  Unterstützung.

Hier sei Institutionen und Einzelpersonen, die Partner unserer Vereinigung sind, ausdrücklich gedankt!

0.2   Dank an unsere Partner

Mit Blick auf das oben Gesagte möchten wir unseren aufrichtigen Dank aussprechen an:

  •     den Vorsitzenden der Päpstlichen Stiftung, den Kardinal Donald W. Wuerl, (222 North Sevententh Street, Philadelphia, PA1910, USA), der mit seinen Zuwendungen die Fortzahlung der Gehälter der Personals gewährleistet hat und zwar seit der Gründung des Anti-Malaria-Zentrums vom Heiligen Franziskus von Assisi im April 2004.

Ohne die genannten Zuwendungen der Päpstlichen Stiftung hätte das Zentrum seine Pforten schon längst schließen müssen. Dem Himmel sei gedankt, daß der Hl. Vater so zur Rettung menschlichen Lebens, insbesondere von Menschen und Familien mit geringem Einkommen, beiträgt.

  •      die Apostolische Nuntiatur ist der Ansprechpartner von A.LU.MA - Burundi beim Heiligen Stuhl und bei der Päpstlichen Stiftung. Gedankt sei hier dem neuen Apostolischen Nuntius, S.E. Mgr. Franco Coppola, der nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt in Bujumbura dem Anti-Malaria Zentrum des Hl. Franziskus von Assisi einen Besuch abgestattet hat, um eine Vorstellung von dessen Leistungen zu gewinnen.
  •     die Botschaft von Frankreich, die durch ihre beachtliche finanzielle Unterstützung bessere Aufnahmebedingungen für die Patienten geschaffen hat durch den Einsatz von Sicht-Geräten, Mixern, Speichergeräten. Hier gilt unser Dank dem neuen Botschafter Frankreichs in Burundi, S.E. Herrn Jean Iamy, der in Fortführung der bestehenden Partnerschaft zwischen der Botschaft Frankreichs und der Vereinigung A.LU.MA - Burundi dem Zentrum in Begleitung seiner Gattin einen Besuch abgestattet hat. Hierbei konnte er sich davon überzeugen, daß das vorwiegend aus Mitteln der Botschaft Frankreichs errichtete Zentrum recht zweckorientiert arbeitet  und den schwächsten Personen zur Verbesserung ihrer

Lebensbedingungen verhilft.

  •     die Leitung der britischen Gesellschaft SURVIVE-MIVA, mit deren geschätzter Zuwendung A.LU.MA - Burundi ein für das Zentrum höchst nützliches Fahrzeug anschaffen konnte, das den Patienten den Besuch des Zentrums sehr erleichtert.

Vor allem beim Transport Schwer-Erkrankter kommt dieses Fahrzeug zum Einsatz.

  •     die General-Direktion der Deutsches Medikamenten-Hilfswerk  Aktion Medeor, die die Vereinigung A.LU.MA - Burundi seit deren Gründung durch verschiedene Lieferungen von Medikamenten und Ausstattungen unterstützt hat. Darüberhinaus über-nimmt dieser erste Partner von A.LU.MA - Burundi die Öffentlichkeitsarbeit für das Zentrum und verwaltet das Medikamentenn- Spenden - Konto über Spenden von Privat - Sponsoren. A.LU.MA - Burundi  erhielt ebenfalls die Zuwendung von Medikamenten seitens der \"Action Medeor International Healthcare\" aus Dar-es-Salaam in Tansania. Wir sagen Dank zu dem Kirchenchor St.Hubertus von Krefeld (Deutschland) wer hat eine Gabe Moskitonetz zu A.LU.MA - Burundi über die Deutsches Medikamenten-Hilfswerk  Aktion Medeor.
  •     den Welt-Fond zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Sumpffieber für seine vielgestaltige Unterstützung: Medikamente (das Molekül Artesunat/Amoniak). Diese Partnerschaft kam im Laufe des Jahres 2009 zustande durch die Unterzeichnung eines Vertrages, kraft dessen das \'Programm Sumpffieber\' des Welt-Fonds  A.LU.MA - Burundi ein Fahrzeug der Marke TOYOTA HILUX, Type Camionette  4 x 4 für 3 Jahre zur Verfügung gestellt hat.
  •      das Gesundheits - Ministerium von Burundi, das A.LU.MA - Burundi in seine Initiativen zur Bekämpfung von Sumpffieber als Partner einbezieht.  A.LU.MA - Burundi ist Mitglied des CCM / Burundi = Koordinations-Komitee der Programme des Welt-Fonds (Comité de Coordination des Programmes du Fonds Mondial). Kraft dieser Partnerschaft konnte der Gesetzliche Vertreter von A.LU.MA - Burundi als Mitglied einer Delegation aus Burundi  an der IHP - Konferenz in Brüssel vom 4. - 8. Dezember 2010 teilnehmen.
  •     Herrn Jiwani Shafiq, Direktor von Alsfa (Import - Export), der seit November 2005 jede Menge des im Zentrum so sehr benötigten Medikaments Paracétamol cés 500mg bereitstellt.
  •     die Familie Keicher und die Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Gundelsheim / Deutschland, den Freunden in Bonn und Moenchengladbach /Deutschland für ihre moralische Unterstützung sowie für Übersetzungen.
  •     die Familie Crampen  aus Bonn für Übersetzungen aller Art.
  •     Frau Isabel Macia de Mallorca (Balearen - Inseln) und deren Freunde aus der Vereinigung ABFIS für deren Geschenke von Medikamenten, die den Patienten des Zentrums zugute kommen.

Noch einmal gilt hier unser tief empfundener Dank allen Gönnern und Förderern von A.LU.MA - Burundi. Jede ihrer wie auch immer geartete Zuwendung hilft, Menschenleben zu retten. Man muß wissen, daß eine Behandlung im Zentrum für Erwachsene 400,- Fbu kostet, nicht jedoch für ganz Bedürftige, und für Kinder unter 5 Jahren 300,- Fbu.

0.3    Ermutigende Fakten

1.      Vorbeugung

Die Aufklärung über die Bekämpfung von Sumpffieber geschieht im Zentrum mittels per Fernsehen wiedergegebene Spots und Chansons, die im Jahre 2009 durch Förderung aus dem Sumpffieber-Programm des Welt-Fonds hergestellt wurden:
während die Patienten auf ihre Untersuchungs-Ergebnisse warten, verfolgen sie aufmerksam diese Aufklärungs-Spots, und zwar täglich, damit auch neue Patienten unterrichtet sind über die Art der Übertragung von Malaria, über Vorbeugung und
über Verhaltensweisen bei ersten Anzeichen der Ansteckung mit Malaria.

2.       Verwaltung des Vereins-Vermögens

Im Jahre 2009 wurden der A.LU.MA - Burundi zwei Fahrzeuge vermacht:

  •      ein Minibus, Geschenk der britischen Vereinigung SURVIVE - MIVA (Liverpool, UK);
  •      ein Doppel - Fahrgast - Fahrzeug \"Hilux\", Geschenk aus dem Sumpffieber - Programm des Welt-Fonds zur  Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Sumpffieber.

Mit diesen beiden Fahrzeugen kann also das Zentrum seinen Aufgaben, vor allem dem Transport von Schwerkranken, besser nachkommen. Die Vereinigung kann so zur Senkung der durch Sumpffieber verursachten Sterblichkeitsrate 
beitragen, was auch die Mitarbeiter entlastet.

3.         Das  Anti - Malaria-Zentrum ist bei möglichen Förderern mehr und mehr bekannt.

Das Anti-Malaria-Zentrum ist die einzige  Einrichtung, die nur eine einzige Krankheit, nämlich Malaria, bekämpft. Seine Patienten stammen aus den 13 zum Kreis Bujumbura gehörenden Gemeinden.

0.4       Aufgetretene Einschränkungen

Infolge der Umgestaltung der Gehälter des im öffentlichen Gesundheits-Bereich tätigen Mitarbeiter mußten einige Mitarbeiter des Zentrums ihre mit der Vereinigung geschlossenen Arbeits-Verträge kündigen, obgleich sie eine Sonder-Ausbildung zur Behandlung von Malaria genossen hatten.

Im Gegensatz zum Jahr 2009 fand sich für das Jahr 2010 kein Sponsor, mit dessen Zuwendung man Kinder unter 5 Jahren kostenlos hätte behandeln können.

0.5        Schlußfolgerung

A.LU.MA - Burundi ermutigt seine Partner, auf dem langen noch vor uns liegenden Weg bei der Bekämpfung von Malaria nicht aufzugeben; denn ungeachtet der zahlreichen schon in Angriff genommenen Maßnahmen bleibt Malaria die Folge von Armut, unter der die meisten der beim Zentrum anklopfenden Patienten leiden. Trotz der andauernden Herausforderung bleibt doch die Hoffnung, daß mit vereinten Kräften eines Tages die schrecklichen Auswirkungen von Malaria gelindert und Energien für eine beständige Aufwärtsentwicklung freigesetzt werden können. Auch wenn dies bis heute noch nicht erreicht wurde, so strebt A.LU.MA - Burundi dennoch unbeirrt an

  •     eine mobile Kranken-Station, um den Patienten aus den Gemeinden Mutimbuzi, Isale, Mubimbi im Kreis Bujumbura und Kanyosha im Süden der Hauptstadt die Überwindung allzu großer Entfernungen zu ersparen,
  •     einen Radio-Sender zum Thema \'Zusammenhang zwischen Gesundheit und Umwelt\', um die Öffentlichkeit über  die Bedeutung der Bekämpfung von Sumpffieber als Folge von Armut aufzuklären.

Der Allmächtige Gott möge alle die Aktionen von internationaler Solidarität und Großzügigkeit segnen, die zur Rettung von Menschenleben beitragen, vor allem des Lebens von Kindern unter 5 Jahren, die die für Malaria anfälligste Personengruppe sind !!!