0.Vorwort

0.1.    Tätigkeit in ihrem Ursprung

Die gemeinnützige Vereinigung ,,Aktion zur Bekämpfung von Malaria“ (Action de Lutte contre la Malaria) A.LU.MA -  Burundi, im Jahre 2001 gegründet und durch Minister Erlaß Nr. 530/001 vom 02.02.2002 bestätigt, ist ihrem Auftrag weiterhin gerecht geworden, zur Verbesserung der Lebensbedingungen durch die Bekämpfung von Sumpffieber beizutragen, das die Krankheit und somit Haupt-Ursache für die Sterblichkeit der armen Bevölkerung im Afrika südlich der Sahara ist. In Burundi ist Sumpffieber - Hauptursache für Siechtum und Sterblichkeit. Die vom Gesundheits-Ministerium veröffentlichten Zahlen belegen, daß jährlich 2 Millionen Einweisungen in Krankenhäuser bekannt werden, das entspricht etwa der Hälfte aller Konsultationen im Gesundheitswesen.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat in seiner Erklärung vorn 25. April 2008 dem Weittag zur Bekämpfung von Malaria, darauf hingewiesen, daß weltweit alle 20 Sekunden ein unter 5 Jahren altes Kind an Malaria stirbt, das bedeutet es sterben 3 Kinder pro Minute, 180 Kinder pro Stunde und 4320 Kinder alle 24 Stunden. Zur Verdeutlichung hat Gérard Cougny, Fachmann für Hydrologie, dargestellt, daß diese Zahl der Besetzung von 12 Flugzeugen mit jeweils 360 Passagieren entspricht, die, unbeachtet von der Welt-Öffentlich¬keit, alle 24 Stunden abstürzen. Der Absturz eines einzigen Flugzeuges jedoch läßt die Welt aufschrecken.

In Burundi sowie in anderen Ländern Afrikas südlich der Sahara ist Sumpffieber Hauptursache für Siechtum und Sterblichkeit.

Das Vorgehen von A.LU.MA — Burundi entspricht genau den beiden im National-Bericht zum Kampf gegen Sumpffieber anerkannten Behandlungs-Methoden, nämlich Vorbeugung sowie die ärztliche Übernahme der jeweiligen Fälle.


Im Laufe dieses Berichtsjahres konnte A.LUMA — Burundi dank der Unterstützung seiner bisherigen und auch neuer Partner im Rahmen dieser beiden Behandlungsmethoden tätig werden.

Für Vorbeugemaßnahmen erhielt die Vereinigung vom Weltfond zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Sumpffieber eine Zuwendung von 27.913800,- Fbu, dank derer sie die Zahl der im Anti-Malaria-Zentrum tätigen Mitarbeiter erhöhen sowie eine Aufklärungskampagne gegenüber den öffentlich Verantwortlichen über die dringende Notwendigkeit eines staatlichen Programms zur Bekämpfung von Malaria mittels Spots in Radio und Fern¬sehen und einen Aufruf zur Sanierung der Umwelt betreiben konnte.

Über seine eigentliche Tätigkeit hinaus hat A.LU.MA — Burundi in einer Studie die Häufigkeit der Verwendung von mit Schädlings-Bekämpfungs-Mitteln getränkten Moskito Netzen in Bujumbura ermittelt, eine Aktion in Ergänzung zu den in den Jahren 2006-2007 verteilten Moskito — Netzen.

Wie in den Vorjahren erfuhr die Einrichtung von Ausbildungsstätten technische Unterstützung durch das LMTC — Programm (Programme de Lutte contre les Maladies Transmissibles et Carentielles = Programm zur Bekämpfung von übertragbaren und Quarantänekrankheiten)

Berichte aus Vorjahren haben schon die Finanzierungshilfe seitens der Französischen Botschaft sowie der ONIJB hervorgehoben die die Einrichtung eines Versammlungsraumes mit ausreichender Ausstattung (Tische, Stühle, Lautsprecher, Anlagen ) ermöglicht und so dem Zentrum zu eigenen Ausbildungsstätten und folglich zu einer gewissen Unabhängigkeit verholfen hat.

Für seinen normalen Betrieb bedarf das Zentrum verschiedenster Unterstützung, nämlich moralischer, finanzieller, materieller und technischer Art. Das Zentrum wirkt dank der geistigen Nähe zu Organisationen und Personen, die mit A.LU.MA — Burundi die Überzeugung teilen, daß das Zentrum die Lebensbedingungen von Menschen mit geringem Einkommen verbessern kann. So wird das Antimalaria Zentrum des Heiligen Franziskus von Assisi zum beredten Zeichen einer authentischen international und multikulturell tätigen Solidarität.

0.2.    Unser tief empfundener Dank gilt unseren Partnern:

    dem Vorsitzenden der Päpstlichen Stiftung, dem Kardinal Anthony Bevilacqua (222 North Seventeenth Street, Philadelphia, PA 1910, USA), der mit einer Zuwendung im Juli 2008 die Portzahlung der Gehälter des Personals in der zweiten Jahreshälfte 2008 sowie im Geschäfts¬jahr 2009 gewährleistet hat. Es ist eben diese Stiftung, die seit der Gründung des Anti-Malaria-Zentrums die Gehälter des Personals trägt, eine Großzügigkeit, ohne die das Zentrum seine Pforten schon hätte schließen müssen,

    dem Apostolischen Nuntius, Mgr. Paul Richard Gallangher für seine anhaltende Unterstützung. Ihm kommt die Schlüsselstellung zu als Vermittler zwischen der Päpstlichen Stiftung und A.LU,MA — Burundi, nämlich speziell in dem Fall, als die Zahlungen seitens der Päpstlichen Stiftung ausblieben, hat er eine britische Organisation ausfindig gemacht, ,,The Linie Way Association“, die mit ihrer Spende in Höhe von 2.500 $ US die Zahlung der Gehälter des Personals die Monate März und April 2008 gesichert hat. Auch dieser Gesellschaft danken wir für ihre großzügige Geste, die das Malaria — Zentrum seine finanziellen Engpässe hat überwinden lassen

    Frau Tracy Dexter von ,,International Alert“, die, als sie von den Schwierigkeiten, in denen das Zentrum steckte, 570.000 Fbu gespendet hat. Auch hiermit konnten die Gehälter während der Krisen-Monate gezahlt werden. Hierfür unserer herzlicher Dank 1

    der Botschaft Frankreichs, die dem Zentrum durch finanzielle Zuwendungen zu einer soliden Infrastruktur verholfen hat, durch die die Patienten beste Aufnahmebedingungen vorfinden.

    der General-Direktion der deutschen Einrichtung ,,Aktion Medeor“, die die Vereinigung ALU.MA — Burundi seit deren Gründung durch verschiedene Zuwendungen von Medikamenten und Ausstattungen unterstützt hat und weiterhin unterstützt. Darüber hinaus macht dieser erste Partner von A.LU.MA — Burundi Reklame für das Zentrum und verwaltet das Medikamenten — Spenden — Konto über Spenden von Privatleuten.

    dem Gesundheits — Ministerium von Burundi, das A.LU.MA — Burundi in seine Initiativen zur Bekämpfung von Sumpffieber als Partner einbezieht.

    dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, der mit einer Spende die Einrichtung einer Bäckerei zur Aufstockung der Einkünfte ermöglicht hat. Leider konnte die Bäckerei in —folge zu großer Konkurrenz in der näheren Umgebung sowie gestiegener Mehl- und Holzpreise zum Beheizen des Backofens nur drei Monate betrieben werden. Geblieben ist jedoch das Gebäude zur Nutzung für andere Zwecke. Dem amerikanischen Botschafter sei hier auf¬richtig gedankt für seine Unterstützung des Bemühens des Zentrums um Eigen-Finanzierung.

    der Direktion der Brauerei von Burundi (BRARUDI) für seine Zuwendung in Höhe von 1,569.800,- Fbu, mit der die durch heftigen Regen verursachten Schäden an Dach und Fußboden des Seminar-Gebäudes beseitigt werden konnten.

    Herrn Jiwani Shafiq, Direktor von Alsafa (Import — Export), der seit November 2005 jede Menge des im Zentrum so sehr benötigten Medikaments Paracetamol 500 mg bereitstellt. Außerdem hat er 40 Wellbleche zur Beseitigung der durch heftigen Regen verursachten Schä¬den am Dach des Gemeinschaftsraumes geliefert.

    der Familie Keicher und der Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Gundelsheim / Deutschland, den Freunden in Bonn und Mönchengladbach für ihre moralische Unterstützung sowie für Übersetzungen.

Für jegliche Hilfe, in welcher Form auch immer, die der Zielsetzung von A.LU.MA-Burundi zugute kommt, sind wir außerordentlich dankbar - dient sie doch der Rettung menschlichen Lebens!
Man muß wissen, daß ärztliche Behandlung im Zentrum für Erwachsene, nicht jedoch für Bedürftige, 400,- Fbu kostet, für Kinder unter 5 Jahren 300,- Pbu

0.3 Ermutigende Fakten

1.    Die Erstellung eines Regierungs-Programms zur Bekämpfung von Sumpffieber

In all seinen Werbe — Kampagnen in eigener Sache hat ALU.MA — Burundi unablässig gegenüber den politisch Verantwortlichen den Wunsch geäußert, daß in naher Zukunft ein staatliches Programm zur Malaria — Bekämpfung erstellt werden möge mit dem vorrangigen Ziel, auf der Grundlage sorgfä1tig erarbeiteter Strategien alle Initiativen zur Beseitigung von Malaria in Burundi zu koordinieren. Am 13. Januar 2009 hat nun das Gesundheitsministe¬rium eine Verordnung zur Erstellung des Regierungsprogramms zur Bekämpfung von Sumpffieber erlassen (Programme National Intégré de Lutte contre le Paludisme )(PNILP). Natürlich obliegt es nun der Regierung, alle Kräfte dieser neuen Einrichtung wirkungsvoll zur Zufriedenheit aller Beteiligten einzusetzen, sich als Hauptbegünstigter und Verwalter der Mittel des Welt-Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Sumpffieber würdig zu erweisen sowie den vorwiegend mit der Bekämpfung der Aids — Seuche befaßten Nationalen Rat spürbar zu entlasten,

2.    Kostenlose ärztliche Behandlung von Kindern unter 5 Jahren

Im Jahre 2007 konnte ein Teil der Spende der Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Gundelsheim / Deutschland zur kostenlosen Malaria — Behandlung von Kindern unter 5 Jahren verwendet werden.

Nun erlaubt eine Spende von 500.000 Fbu der Familie Lavoje ans Quebec / Kanada sowie eine Spende des Apostolischen Nuntius, Mgr. Paul R. Gallagher, in Höhe von 1800000 Fbu, Kinder unter 5 Jahren während des ganzen Jahres 2009 kostenlos zu behandeln, so wie es schon seit Mai 2006 der Fall ist in öffentlichen Einrichtungen.

0.4    Schlußfolgerung

A. LU.MA ermutigt seine Partner, auf dem langen noch vor uns liegenden Weg bei der Bekämpfung von Malaria nicht aufzugeben; denn ungeachtet der schon zahlreichen in Angriff genommenen Maßnahmen bleibt Malaria die Folge von Armut, unter der die meisten der beim Zentrum anklopfenden Patienten leiden. Ungeachtet der andauernden Herausforderung bleibt doch die Hoffnung, daß mit vereinten Kräften eines Tages die schrecklichen Auswirkungen von Malaria gelindert und Energien für eine beständige Entwicklung freigesetzt werden können.


Je nach Finanzlage möchte ALU.MA — Burundi einen Krankenwagen als mobile Klinik anschaffen, um den weit im Süden der Hauptstadt lebenden Patienten den müh¬samen Weg zur Behandlung im Malaria — Zentrum zu ersparen.

Hinsichtlich der Vorbeugung möchte ALU.MA — Burundi eine Desinfektions-Aktion schon in den Häusern starten. Diese setzt natürlich den Kauf von geeigneten Pumpen und Insektiziden sowie die Ausbildung von zu dieser Aktion geeigneten Mitarbeitern voraus. Zunächst würde eine solche Aktion nur die drei dem Anti-Malaria-Zentrum am nächsten liegenden Gemeinden einbeziehen, nämlich Kamenge, Kinama und Gibitoke.

Der Allmächtige Gott möge alle die Aktionen von internationaler Solidarität und Großzügigkeit segnen, die zur Rettung von Menschenleben beitragen, vor allem das von Kindern unter 5 Jahren, die die für Malaria anfälligste Personengruppe sind!!