Vorwort

Hintergrund für die Schaffung der Vereinigung “Aktion zur Bekämpfung der Malaria“ (Action de Lutte contre la Malaria A.LU.MA) ist die Tatsache, dass Malaria die Bedrohung No. 1 der Volksgesundheit in Burundi ist sowie das Bestreben seiner Gründungsmitglieder, zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen beizutragen, speziell der schwächsten wie Kinder unter fünf Jahren, schwangere Frauen und alte Menschen.

Seit ihrer Gründung im Januar 2002 hat A.LU.MA-Burundi unablässig zu einem organisierten und dauerhaften Kampf gegen die Malaria aufgerufen. Wie bei jedem noch jungen Unternehmen entsprachen ihre Mittel nicht ihren Zielsetzungen. Davon haben die Mitglieder der Vereinigung sich jedoch nicht entmutigen lassen, sondern sie haben unbeirrt um die Unterstützung von im Gesundheitsbereichtätigen Einrichtungen und von Privatleuten angehalten. Wohlmeinende Menschen haben uns unterstützt.

Seit April 2004 hat A.LU.MA-Burundi ein Zentrum eröffnet, heute bekannt unter dem Namen „Anti-Malaria-Zentrum vom heiligen Franz von Assisi“. Ungeachtet der Damals unzureichenden Infrastrukturen konnten im Jahre 2004 12.175 Patienten und im Jahre 2005 sogar 31.757 Patienten behandelt werden.

Zu vermerken ist, dass das Zentrum überhaupt erst ins Leben gerufen werden konnte dank einer Anfangszuwendung von 25.000 $ US seitens der „Päpstlichen Stiftung“ und dank eines Geschenks von 18.000 $ US seitens der „Kardinal Tonini Stiftung“.

Im Jahre 2005 erhielt die A.LU.MA-Burundi einen Finanzierungsbeitrag von der Botschaft Frankreichs in Burundi, mit dem das Zentrum erweitert werden konnte. Baubeginn war im September 2005, Bauende im April 2006.

Somit war das Jahr 2006 von der offiziellen Einweihung dieses Zentrums am 16. Juni 2006 geprägt, an dem eine von S.E. Mgr Paul Richard Gallagher, Apostolische Nuntius in Burundi, zelebrierte Dankmesse in Anwesenheit zahlreicher geladener Partner gefeiert wurde.

Der Präsident der Vereinigung A.LU.MA-Burundi war glücklich, bei dieser Gelegenheit allen Partnern von Herzen für ihre Bereitschaft zu danken, die Vereinigung bei der Verfolgung ihrer Ziele zu unterstützen und so Zur Verbesserung der Lebensbedingungen der wirtschaftlich schwächsten Bürger Burundis beizutragen.

Es sei und gestattet, an dieser Stelle erneut unseren Dank auszusprechen an:

Über Bau und Ausstattung hinaus konnte ein anderer Teil der Mittel verwendet werden zur Einrichtung von Werkstätten zur Sensibilisierung der Stadtverwaltung Bujumbura`s für den dringend notwendigen Kampf gegen Sumpffieber. In diesen Werkstätten konnte ein Aktionsplan für die Zeit von 2007 bis 2010 erarbeitet werden. Mit dem Rest des Budgets wurde ein Brunnen gegraben als Noteinrichtung bei den so häufigen Ausfällen von Wasserlieferung.

Diese Zahlung stammt aus dem Projekt des Gesundheits- Ministeriums „Unterstützung der Initiative zur Eindämmung des Sumpffiebers in Burundi“. Ebenso aus dem Welt- Fond erhält A.LU.MA- Burundi Unterstützung vom Gesundheits- Ministerium in Form von Medikamenten gegen Sumpffieber, nämlich das Molekül Artésunate- Amodiaquine, das das seit November 2003 in Burundi geltende Therapie- Protokoll anerkennt sowie Laborausstattung, zum Beispiel Lanzetten.

Dank dieser vielfältigen Zuwendungen kann das Zentrum seinen Betrieb aufrecht erhalten und Menschleben retten.

Dennoch müssen einige Herausforderungen erwähnt werden:

Zum Fortbestand des Zentrums müssen noch Mittel und Wege gefunden werden zur weiteren Lohnzahlung des Personals- was ewiges Kopfzerbrechen bereitet. Der Fortbestand des Zentrums hängt hiervon ab, da die geringen Zahlungen der Patienten gerade einmal die reinen Betriebskosten decken können, Es müssten demnach Quellen zur Abdeckung der Löhne erschlossen werden.

Da Sumpffieber nach wie vor die Hauptursache für die hohe Sterblichkeit, vor allem bei Kindern unter fünf Jahren ist, müsste das Zentrum eine Intensivbetreuung zur kontinuierlichen Überwachung der Patienten anbieten; über zehn Betten verfügt das Zentrum schon.

Hinsichtlich des Personals sollten dem Zentrum ein Mediziner und eine Laborantin mit Ausbildung A1 zur Verfügung stehen, denen die technische Überwachung aller vom Zentrum erbrachten Dienste obliegen sollte.

Im Bereich Logistik braucht das Zentrum dringend ein Transportmittel zur Beförderung von Betriebsgütern und Schwerkranken in Krankenhäuser.

Um all diesen Anforderungen entsprechen zu können, zählt das A.LU.MA- Burundi auf die großzügige Unterstützung Wohlgesonnener, die die Arbeitsbedingungen des Anti- Malaria- Zentrums- des Heiligem Franz von Assisi verbessern und Leben retten helfen, vielleicht sogar die Eindämmung oder gar Ausrottung von Sumpffieber. Mit vereinten Kräften sind wir stark.

Gottes Segen für alle großzügigen Hilfsaktionen sowie für das Wirken des Anti- Malaria- Zentrums des heiligen Franz von Assisi, das ein beispielhaftes Symbol für tätige internationale Solidarität.